Faszientechnik und Cranio-Sacrale Therapie

Diese beiden Behandlungsmethoden stammen aus dem Bereich der Osteopathie und finden immer mehr Bedeutung in der Therapie bei Tieren.

Der Begriff Faszie stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie Band/Bündel und bezeichnet die Weichteilkomponente des Bindegewebes, welches im Körper als ein umhüllendes und verbindendes Netz agiert. Demnach gehören nicht nur flächenhafte Bindegewebesschichten zu den Faszien, sondern alle kollagenfaserige Bindegewebe wie Gelenk- und Organkapseln, Aponeurosen (Sehnenplatten), Muskelsepten, Bänder und Sehnen. Desweitern durchziehen Faszien jeden Muskel und jedes Organ als eine ununterbrochene Gewebeinheint. Faszien agieren im Körper wie eine Art Stützkorsett. Sie sorgen dafür, dass die Teile des Körpers zu einem Ganzen zusammengefügt werden und auch bleiben. Zusätzlich wirken sie als Stoßdämpfer bei Bewegungen. Da sie die Muskulatur umhüllen gewährleisten sie auch deren Funktionsfähigkeit.
Durch die embryologische Entwicklung der Faszien haben diese eine eigene rhytmische Bewegung. Jegliche Art von Fehlbewegung wird von ihnen wahrgenommen und eigens korrigiert. Sind diese Fehlbewegungen jedoch zu stark sind die Faszien nicht mehr in der Lage diese selbst auszugleichen und es entstehen pathologische oder sogar degenerative Prozesse. Da Faszien unter anderem die Muskulatur umhüllen kann eine Fehlspannung der Faszien zu immer wiederkehrenden Blockaden führen.
Diese Fehlspannungen im Gewebe des Tieres können vom Therapeuten wahrgenommen und mithilfe der Faszientechniken, oder auch Releastechniken genannt, so beeinflusst werden, so dass ihr physiologischer Rhythmus wiedererlangt wird.

Die Cranio- Sacrale Therapie basiert auf das Cranium (Schädel) und das Sacrum (Kreuzbein). Die Verbindung dieser beiden Strukturen bildet die Wirbelsäule. Sie schützt das Rückenmark, welches vom Liquor cereborspinalis (Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit) umspült wird. Dieser Liquor hat eine Art Pulsation, oder auch einen eigenen Atemmechanismus, welcher sich auf die einzelnen Schädelknochen und das Kreuzbein überträgt. Durch auflegen der Hände auf den Schädel oder das Kreuzbein ist dieser Atemmechanismus zu spüren. Der Atemmechanismus gibt dem Therapeuten Informationen über mögliche Blockaden, welche durch bestimmte Techniken positiv beeinflusst werden. Diese Blockaden beziehen sich auf Störungen des Nervensystems und damit auch auf die Versorgung der Muskeln, Knochen und der Organe.
Die Cranio-Sacrale Therapie ist nicht nur eine manuelle Technik, welche zur Rehabilitation des Bewegungsapparates eingesetzt wird, sie basiert auch auf einer energetischen Arbeit, die auf die psychische Verfassung der Tiere eingeht. Diese Art der Therapie kann den Tieren helfen traumatische Erlebnisse (Unfall, schlechte Erfahrungen) zu verarbeiten und die psychische Blockade zu lösen.

Kontakt

Ich bin für Sie telefonisch oder per E-Mail erreichbar:

Telefon: 0172 / 74 21 990
E-mail: info(at)tierchirophysio-hochheiden(dot)de